Angie Pfeiffer

Keine Modelfigur

Poetry Slam - ein Versuch

Hab' keine Modelfigur und keinen Lifestyle.

Streetwear oder Clubwear ist mir wurscht.
Habe ja keine Straße und auch kein Viertel.
Nicht mal einen Blog.
Habe keine Ahnung von Twitter oder YouTube
und Facebook find’ ich langweilig.
Hab’ nicht mal eine Payback Karte.

Bin von keinem Verein vereinnahmt.
Und kein Klubmitglied.
Wie auch - ohne Clubwear.
 

Hätte gern ein Sams mit Wunschpunkten,
dann würde ich mir mächtig viel wünschen:
Eine Traumfigur und eine Schokoladenseite.
Einen coolen Look und roten Pony Heels.
Aber meine Lachfältchen würd’ ich behalten
und meinen alten Schlabberpulli auch.

Oder ich wünsche mir Macht und Moos, dazu einen Titel.
Damit ich ausgefallene, riesige Hüte tragen und beim Pferderennen herumflanieren könnte.
Aber meinen Dackel ohne Stammbaum würd’ ich behalten.

Supertalente wären toll oder noch besser Superkräften!
Damit ich die Welt retten kann.
Aber gleich frag’ ich mich, ob die Welt überhaupt zu retten ist und ob sie sich retten lassen will.
Ich sollte mit dem Nachdenken aufhören,
weil mein Denkomat sonst irgendwann explodiert und in lauter kleine Stücke zerfällt.

Vielleicht sollte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren,
denn eigentlich habe ich doch schon alles:
Zwei Hände die berühren, ertasten, begreifen.
Zwei Augen, die auch das sehen, was nicht offensichtlich ist.
Zwei Ohren, die Zwischentöne hören können, manchmal sogar das was du meinst, obwohl du es nicht sagst.
Zwei Füße, die tanzen können und springen, aber auch fest auf dem Boden stehen.
Einen Bauch, der unglaublich oft Hunger hat, aber auch Bauchgefühl.
Auch Krimskrams habe ich ganz viel, unnütze Sachen, die ich doch irgendwie brauche.

Und dann habe ich auch noch Angst:
Davor, dass ich zu spät bin oder verpeilt und wieder einmal zu blauäugig.
Davor, dass ich verliere, was ich gewonnen habe.

Luxusangst ist das, sagt mein Denkomat. 
Eigentlich hat er Recht.
Ich habe nämlich das Wesentliche, das, worauf es ankommt,
letztendlich.

Ich habe deine Liebe.
© by Angie

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Angie Pfeiffer).
Der Beitrag wurde von Angie Pfeiffer auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Erlebtes Leben: Emotionen – Impressionen von Fritz Rubin



Wie herbstlich wird die Dämmerung,
wie gläsern ihrer Lüfte Kühle,
die Schatten liegen auf dem ›Grün‹
und rufen leis’ »Auf Wiederseh’n!«

Der Sommer sagt: »Adieu, macht’s gut,
ich komme wieder nächstes Jahr!«
Entflammt noch einmal mit aller Macht
den ganzen Horizont mit seinen bunten Farben!

Wehmut tief in meinem Herzen
und Hoffnung zugleich,
glückselig
das
Erinnern

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (3)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Gedanken" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Angie Pfeiffer

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Erdbeermund - Champagnerfrüchte auf meiner Haut von Angie Pfeiffer (Erotische Gedichte)
Sinngewinn von Adalbert Nagele (Gedanken)
Neujahrsüberraschung von Karl-Heinz Fricke (Trauer & Verzweiflung)