Elke Abt

Früher und heute

Verliert der Bauer im Mai die Hose,
dann war der Knopf im März schon lose.
Die Hose wurde mit der Zeit
zu eng, doch früher war sie weit.
So oder ähnlich lässt sich witzeln,
dabei kommt’s sicher von den Schnitzeln,
dem Speck sowie der fetten Wurst,
Gerstensaft für seinen Durst,
Süßigkeiten voll Genuss,
Kalorien im Überfluss.
So konnte man ihn stets erfreuen,
was später musste er bereuen.
Das Hemd wird eng, es kneift die Hose
und davon wird der Knopf dann lose.

Früher hat mit Muskelkraft
der Bauer auf dem Feld geschafft.
Er hat die Rösser angespannt,
ist hinterm Pflug stets her gerannt.
Heut’ thront er oben auf dem Trecker,
am Morgen klingelt spät der Wecker.
Das Kühemelken manuell
ist längst passé und wird jetzt schnell
erledigt von der Melkmaschine,
für Mensch und Tier schon längst Routine.
Auf dem Kornfeld werden jetzt
Dreschmaschinen eingesetzt.
Die klopfen gleich die Körner raus
und spucken Strohpakete aus.

Jede Hausfrau hat Maschinen
und kann sie mühelos bedienen.
Das Geschirr spült akurat
der Geschirrspülautomat.
Das Rubbelbrett kennt keiner mehr,
die Waschmaschine musste her.
Selbstständig wäscht mit Akribie
sie alles sauber wie noch nie,
spült danach durch und schleudert dann
so trocken, wie’s sonst niemand kann.
Nun wird der Trockner angestellt,
der frisst zwar Strom und kostet Geld,
jedoch entfällt der Gang zur Leine,
das schont die Arme und die Beine.
Danach kann man die Wäsche legen
und muss sich nicht so viel bewegen.

Selbst unser Einkauf ist bequem,
für jeden Menschen angenehm,
wenn er das Auto direkt parkt
vor einem großen Supermarkt.
Hier kann man alle Dinge kaufen,
muss nicht in viele Läden laufen,
nicht schleppen schwere Einkaufstaschen
oder die Getränkeflaschen.
Mittags gibt’s – warum denn nicht –
irgendein Fastfood-Gericht.
Das schmeckt sehr gut und geht recht schnell,
für jedermann sensationell.
So bleibt viel Zeit für andere Sachen,
die man noch gerne möchte machen.
Jeder kennt das Hauptproblem:
Wir alle leben zu bequem!

Auch manche Kinder sind zu rund
und leben völlig ungesund.
Statt vielfach draußen sich zu tummeln,
sieht man sie an dem Smartphone fummeln.
Sie kennen jede Funktion,
benutzen oft das Telefon.
Statt miteinander Sport zu treiben,
will lieber man im Hause bleiben.
Die Kinder möchten nicht mehr schwitzen,
sondern vor der Glotze sitzen,
dabei Chips und Cola naschen
oder auch womöglich haschen.
Sie merken in der Trägheit nicht,
dass diese führt zu mehr Gewicht.
Darum mahnt euch mein Zeigefinger:
meidet die modernen Dinger.
Lauft und springt, das ist gesund,
dabei verschwindet manches Pfund.

So hofft von Herzen, dass es klappt
die Autorin Elke Abt.


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

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