August Sonnenfisch

Die Musen der Künste

 


 

Die Musen der
Künste



Dort die Musen der Sphären:
Töchter der Mnemosyne
und des Zeus -
hier unsere inneren Musen
der Künste: Sie
erschaffen

Himmel-
reiche auf Erden!

*

TERPSICHORE in deinem Herzen,
die "Freude am Tanz":

die deine Tänze
tanzt
und tänzelt.



KALLIOPE, die "Schön-
stimmige" in uns:
die unsere Liebe zur Weisheit
und unsere
Dichtung kreiert.



URANIA, die Himmlische
in unserem Haupt:

die betrachtet und bedenkt,
was immer
wir tun und lassen.



THALIA, die "Froh-
gemute" in uns:

Göttin der Komödienkünstler -
die unser Gelächter
lacht über die
alltägliche Komik des Alltags.


MELPÓMENE, die
"Singende" in uns:

Göttin des Tragödientheaters -
deren Gesänge bei dir stehn
in Tragik und Trauer,
in Schmerz und in Schmach.


ERATO, die "liebereich Liebliche"
in dir und in mir:
Schöpferin unserer
Liebeslyrik
und unserer Tänze.

*

Dort die Musen der Sphären -
hier unsere inneren Musen
der Künste: Sie
erschaffen

Himmel-
reiche auf Erden!



Glückseligkeit für einen Jeden,
der hingegeben

an ihr SPIEL der Narren,
der Weisen
und der
göttlichen Kinder!

 


 

 

© August Sonnenfisch, im Januar 2019 ff

Altgriechische Spiritualität: Nach HESIOD
(mehr als Jahre 700 vor Christus)
sind es neun Musen: Töchter der Titanin Mnemosyne
und des Olympiers Zeus.
Apollon, ein Olympier im engeren Sinn,
stand ihnen vor und beschützte sie.

Für den Autor sind diese himmlischen Gottheiten

zugleich innere Gottheiten
des Menschen zu allen Zeiten.

.............................................................

Siehe dazu auch das
Sonnenfischgedicht
"Manager und Macher sein - oder spielen".


 

Nach der "Theogonie" von HESIOD
(er lebte vor dem Jahre 700 vor Christus)
sind es 9 Musen -
allesamt Töchter der Titanin MNEMOSYNE und des ZEUS.
APOLLON ist derjenige olympische Gott,
der die Musen anführt
und der daher auch "MUSAGETES" genannt wurde.
Neben den von mir bedichteten Musen der heiteren Künste, gibt es - zum Glück -
auch eine Muse für die Tragik und die Trauer
menschlichen Lebens: MELPOMENE: die "Singende" (Betonung ihres Namens auf der Silbe "PO"):
Mit ihrem Gesang bringt sie den Trauernden
neue geistige Kraft bzw. erweckt sie in ihnen
die eigene geistige Kraft aus deren Depression:
so dass sie (christlich gesagt)
befähigt werden, den
Karfreitag-Ostersamstag-Ostersonntag-Dreiklang
und -Dreischritt in sich selber zu erfahren.
MELPOMENE ist mithin die Muse
der tragischen Dichtung
und des Trauer-Gesangs.
Ihre Trauermaske und die heitere Maske
ihrer Schwester THALIA
sind zusammengenommen das Sinnbild
des dramatischen Theaters
(oder einer Kulturstätte überhaupt).


August Sonnenfisch, Anmerkung zum Gedicht

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