Andreas Vierk

Unio mystica



 

Maskiert wie in Venedigs Karneval,
ein Klumpen Bluts, gleich einer Aprikose,
durchstochen, in der Wange eine Rose:
mein Ego, Brückenasche, Feuermal,

will Milch zu Milch in deinem Geist zergehen,
die Zeit sich reißen von Gesicht und Stunde,
im Licht zerfließen deiner Seitenwunde,
in deinem Atem sterben, auferstehen.

Bewusst und unbewusst, nicht keins noch beides,
zerschmelzen die Kanäle in ein Meer:
so lass ich los und singe in dir ein,

voll Süße, ohne Furcht, bar allen Leides,
denn, weißt du nicht, ich liebe dich so sehr!
Ich bin nur wahr in dir, im Nichtmehrsein.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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