Andreas Vierk

Mahayana



 

Bakterium und Molekül und Zelle –
selbst kleinste Wesen wollen Buddha werden,
und Mensch wie Farn: sie zeigen in Gebärden
unzähliger Milliarden Buddhas Helle!

Doch diese Sonnenglut ist unsichtbar,
nur hell dem Blick von Mystikern und Sehern.
Nur die Verzweifelsten dürfen sich nähern,
nur den Verrückten bietet sie sich dar.

In ihr webt Urlicht, Urgrund aller Quellen,
und spielt das Spiel der Mutter mit dem Kind,
die Lust des Geistes, Formung, Zeitenwellen.

So atmen Seelen die Unsterblichkeit,
die von der Last des Ichs entbunden sind,
Glückseeligkeit im Innern. Leer. Und weit. –





 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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