Georges Ettlin

Blutmond


Im Erdenschatten da versteckt sich voll der rote Mond
und hier auf Erden, wo das Böse immer wohnt
bequemt sich falsche Liebe zu dem Triebe
vernestelt sich mit Lust, als ob der Blutmond ewig bliebe:

Gelächterfrei, der Gräber Totenstille
es ist der bösen Geister Wille
dass Seelen über kalten Weihern Kreise ziehn
dass lebt, was uns schon tot erschien!

Ein Satyr spricht aus frisch gekochten Spinnen
schon einen grauen Schleim, so wie von Sinnen
er murmelt aus des Lebens Brei nur Blasen
die in den kochend- bösen Herzen  längst schon sassen!

So nehmt euch heute morgen wohl in Acht
und schläft in Ruhe in der Gottesliebe sacht
verschliesst den bösen Kochtopf der Gefühle,
dass nicht der Blutmond in den Herzen wühle !

***

c/G.E.





 

Blutmonde, Monderscheinungen im Erdschatten, das gab es schon oft: Irgendwann soll diese Erscheinung am nächtlichen Himmel als Zeichen des Weltendes
eine gewisse Bedeutung haben. Doch niemand kann wissen,wann das geschieht. Die Planeten und Sterne werden
durcheinandergeraten und es wird die Menschheit nicht
ganz ausrotten, die Gerechten werden überleben: Doch wer von uns ist gerecht?
Bei Texten dieser Art versuchen ich in meinem Wortschatz herumzuwühlen aus lauter Freude an
schrägen Wort-Bildern und Gedankensprüngen.
Georges Ettlin, Anmerkung zum Gedicht

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