Brigitte Waldner

Der Himmel hat sich blau gemacht


Der Himmel hat sich blau gemacht,
die Sonne strahlt herab,
da hat der Räuber sich gedacht,
er lässt von mir mal ab.

Im Garten liegt ein wenig Schnee,
zu viel für stillen Raub,
weil ich die Spur von ihm dann seh,
was ich zu fühlen glaub.

Der Räuber bleibt in seinen Haus,
die Luft ist ihm zu kalt,
er schläft sich einmal friedlich aus,
er ist ja auch schon alt.

Im Winter sammelt er sich Kraft
bei Frost bleibt er daheim,
der Mann gehört in eine Haft,
sonst bricht er wieder ein,

sobald der März gekommen ist;
das war doch immer so.
Er glaubt, dass man die Tat vergisst,
oh Räuber- no, no, no!

Die Mutter warnte mich vor ihm,
sie kann nichts garantiern,
in seinem Kopfe wütet schlimm
ein Virus im Gehirn.

Es überkommt ihn eine Gier,
zu rauben, was es gibt,
sie meint, er könne nichts dafür,
weil sie den Sohn ja liebt.

Sie bat uns all die Jahre schon:
„Ruft nicht die Polizei!“,
sonst kommt ihr armer kranker Sohn
ein Leben lang nicht frei.

Man sperrte ihn zu seinem Schutz
in eine Anstalt ein,
das sparte mir den Raub, den Schmutz,
das Chaos und die Pein.

Darauf wart ich seit Jahr und Tag,
dass das einmal geschieht,
wie lange ich auch warten mag,
vergeblich, wie man sieht.

Wie oft und viel er mir auch raubt,
der Räuber lacht dich an,
er leugnet alles, und man glaubt,
er hätte nichts getan.

© Brigitte Waldner

Foto vom 22.1.2017 12:59 h: © Brigitte Waldner „Blauer Himmel mit Katze Fritzi im Baum“
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.01.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Dieses Buch ist ein Teil meines Lebens, das ich schrieb, als ich gerade mein zweites Kind verloren hatte. Bis dahin war mir unbegreiflich, warum es gerade immer mich traf, dieses viele Pech und Unglück. Mir alles von der Seele zu schreiben, war eine große Erleichterung für mich, zu vergleichen mit einer Therapie. Es half mir einfach . In dem Moment , als ich alles Erlebte niederschrieb, durchlebte ich zwar alles noch einmal und es schmerzte, doch ich hatte mir alles von der Seele geschrieben und fühlte mich erleichtert. Genau dieses Gefühl, möchte ich an Leser heranbringen, die auch vom Pech verfolgt sind, damit sie sehen, das es trotzdem doch immer weiter geht im Leben. Ebenso möchte ich es an Menschen heranbringen, die nicht soviel Pech im Leben hatten, aber sich gar nicht mit anderen Sorgen von Fremden belasten wollen. Und wenn es nur ein einfaches Gespräch oder ein guter Rat ist, das hilft schon sehr viel.

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