Martina Grabenweger

Erlkönigsrache

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist ein Vater ohne Kind...

Der Sohn war tot in seinem Arm,
die Haut ganz kalt und blass statt warm.

Der Tod war schneller als der Mann
der seinen Sohn beklagen kann.

"Warum"? Der Vater schreit voll Pein.
Er wird nie mehr der Selbe sein.

Plötzlich wird der Vater still,
ihm wird bewusst was er nun will.

Jemand muss dafür bezahlen,
für des Sohnes Höllenqualen.

Er verlässt den Hof sofort,
muss schnell weg von diesem Ort.

Bevor die Nebelschwaden schwinden,
wird er seinen Mörder finden.

Und plötzlich liegt da in der Luft,
ein betörend süßer Duft.

"Was seh ich da bloß für ein glühen
so können keine Blumen blühen."

Er steigt vom Pferd und sieht umher,
es zu glauben fällt ihm schwer.

Mitten hier im dunklen Wald,
ein Bächlein munter wiederhallt.

Umsäumt wird es von Blumen fein,
es könnte hier nicht schöner sein.

Als er das kühle Nass berührt,
Er innen drinnen deutlich spürt,
wie das Wasser ihn durchdringt,
und ihm seinen Atem nimmt.

Erlkönigstochter zieht ihn rein,
er wird ab jetzt der Ihre sein.

Der König lacht tief, voller Hohn,
jetzt ist der Vater bei dem Sohn.

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