Brigitte Waldner

Klar erkannt


Prolog

Verloren ist man auf der Welt,
ein Mensch allein ist Freiwild,
gejagt von jedermann zwecks Geld,
und Gott ist nicht mehr Vorbild.

Monolog
Der Nachbar raubt, was ihm gefällt,
und darf sein Opfer stalken,
wird er zur Rede mal gestellt,
dann schweigt und lacht er trocken.

Die Zeit vergeht, es bellt kein Hund,
und er wird alles leugnen,
er zeigt mit Finger auf den Mund,
das Opfer muss sich beugen.

Zu glauben findet niemand Grund,
das Opfer wird geschunden,
der Nachbar treibt es ziemlich bunt,
zur Nacht in dunklen Stunden.

Erpresst wird Frau vom Nachbarsmann,
er wird sich alles holen,
was man nicht gibt, das raubt er dann,
bewaffnet mit Pistolen.

Er kam zur Nacht um eins und drei
die Leiter raufgeklettert,
und ein Komplize war dabei,
es wurde auch geflüstert.

Er öffnete den Geldtresor
und nahm sich lila Scheine,
die Schlüssel stahl er auch vom Tor,
und das war das Gemeine.

Er holt Jahrzehnte, was er will,
und wird es auch behalten,
die Lücken füllt er auf mit Müll,
der Raub kann sich entfalten.

Sooft man wegfährt oder geht,
läuft er mit Aluleiter,
der Räuber plündert, früh bis spät,
und plündert immer weiter.

Epilog

Ist eine Frau allein zu Haus
und fährt sie weg zur Freiheit,
der Nachbar nützt das ständig aus,
bei Tages- und bei Nachtzeit.

© Brigitte Waldner

Foto: © Brigitte Waldner „Die Nachricht „ENDE“,
die mir der rund 70jährige Räuber am Nachmittag des 30.10.2018 in der Wohnküche auf meinem kleinen Notizblock hinterließ, während ich mit meinem Auto zur Reparatur war, weil das Licht vorne eingeschlagen war durch Steinschlag.

Anmerkung zum Gedicht: Der Räuber flüsterte: "Du gehst aufe und i geh eine".

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