Brigitte Waldner

Die Erzählungen der Frau Rausch


Prolog

Gegenüber Räubernigs
lebte einst Frau Rausch.
In einem großen Garten
stand ihr kleines Haus.

Sie war sehr lange Witwe,
die Söhne zogen fort,
die Tochter früh verstorben,
die Enkel andernorts.

Monolog

Sie war schon über achtzig,
da hat sie hier erzählt,
was in den Nächten vorging,
was sie vor Rätsel stellt.

Sie hörte nachts das Bohren,
das musste Russland sein,
aus unterirdischen Gängen
brach einer bei ihr ein.

Er hat sie überwältigt
und um ihr Zeug gebracht,
er raubte ihre Schlüssel
und hat ihr Angst gemacht.

Er kam in vielen Nächten,
sie hat ihn nicht erkannt,
und ihr war oft sehr übel,
von Giften vorgeplant.

Und als die Enkel erbten,
war Geld und Zeug geraubt,
kaputtgemacht das Häuschen,
und niemand hats geglaubt,

das Märchen von dem Russen,
die Frau war schon verwirrt,
das meinte man zumindest,
doch man hat sich geirrt.

Der Täter war der Räubernig,
geplündert hat er sie,
kaputtgemacht und zugemüllt,
erwischt hat man ihn nie.

Epilog

Ich habe damals gleich gesagt,
ich schöpfte den Verdacht,
doch niemand hat ihn je verfolgt,
ich weiß, dass er das macht.

Er führt ein Doppelleben,
mit Frau und Räuberssohn,
vor ihnen hat nichts Ruhe,
doch wer durchschaut das schon?

Ich kenne seine Technik,
er plündert mich oft aus,
er lebt auf meine Kosten,
es zahlt sich für ihn aus.

Ein jedes Haus geplündert,
kein Erbe wehrte sich,
die Opfer stehen drüber,
und drüber steh auch ich.

© Brigitte Waldner

Foto vom Sommer 13.9.2018 um 15.33 h: © Brigitte Waldner „Räuberische Idylle“
Anmerkung zum Foto:

Während ich dort stand und das Foto machte, wurde bei mir wieder eingebrochen. Vom Frühling bis vor Weihnachten, kein Tag ohne Einbruch und oft mehrere pro 24 Stunden, auch in der Nacht mehrere, aber es besteht keine Möglichkeit, die Täter zu überführen und zu verfolgen. Wird überwacht, macht der Täter nichts, weil er das durchschaut und seine Taten leugnet er. Erwische ich ihn auf frischer Tat, läuft er weg. manchmal schießt er dabei. Früher hat er öfters geschossen. Jetzt hält er meist nur noch die Waffe hin, ohne gleich zu schießen.Aber manchmal schießt er schon noch. Wer glaubt, ich brauche einen Psychiater, der irrt sich gewaltig, ich stehe drüber. Viel Geld ist weg und viele Sachen, das tut weh. Aber deswegen brauche ich keinen Psychiater. Das sind die Ratschläge, die man eigentlich als Opfer nicht braucht. Hätte mir jemand früh genug gesagt, ich sollte mir einen großen Safe kaufen, um mein Geld dort sicher zu verwahren, oder einen Detektiv einsetzen, das hätte mir geholfen. Das habe ich nicht gewusst. Wenn er den Safe knackt, der hoch versichert ist, dann wird mir das ersetzt, weil es ein Beweis ist, auch wenn der Täter leugnet. Und der Detektiv erbringt auch Beweise.
Aber der Psychiater kann da nicht helfen, außer er behandelt den Täter. Und ebensowenig die Polizei. Die wird ja auch ausgetrickst vom Täter.





 

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