Aylin

die Wohnung(Doppelsonett)

Die Wohnung

 

1

 

Und wieder saß ich stille wartend da,

obwohl ich Warten überhaupt nicht mochte.

Derweil ich meine Bankauszüge lochte

und die Entscheidung klar umrissen sah.

 

Doch dieses Mal entschied ich nicht allein.

Ein Makler würde die Signale stellen.

Ich hörte meinen Hund im Hausflur bellen,

er wollte wie sein Frauchen zornig sein.

 

Ich wollte Töchterchen die Wohnung schenken,

doch viele wollten diese Wohnung haben.

Ach, niemals würde ich mich je verrenken

und wie ein Esel stumm im Kreise traben.

 

Für Töchterchen mit ihrem Küsschenmund?

Ich fluchte laut und streichelte den Hund.

 

2

 

Da klingelte das schwarze Telefon

und Töchterchen rief in den Apparat.

„Ich mache doch für den jetzt nicht Spagat,“

Recht laut. So trug Erziehung reichen Lohn.

 

Ich grinste, fragte spöttisch: “Nicht, mein Kind?

Sag, magst du denn die Wohnung nun nicht mehr?“

„Wir laufen denen doch nicht hinterher,

Mamuschka, wenn die zu uns dämlich sind.“

 

Da schwieg ich still und Stolz erfüllte mich.

Auf meinen Vater, der uns dieses lehrte,

uns trug, dass niemals jemand uns versehrte,

und auf mein Kind, die ihm und mir so glich.

 

Mein Töchterchen mit ihrem Küsschenmund.

Ich lächelte und streichelte den Hund.

 

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