Marlene Remen

IN DER WARTESCHLEIFE

Hast ein Problem du irgendwann, ruf doch ne Service-Nummer an.
Doch etwas Zeit mußt du mitbringen, dann wird der Anruf auch gelingen ?

Die Nummer, sie ist schnell gewählt, doch dann wird Laune dir vergällt.
Nen Automat wirst du dann hören, das kann dich oft ganz schön verstören.

Dann kommt die Frag, wo drückt der Schuh, gib eine Zahl doch ein im Nu.
Und wenn du glaubst, jetzt geht es weiter, ja denkste, ne, ist gar nicht heiter.

Bitte warten, bitte warten, dein Ohr ist schon ganz heiß.
Fast 10 Minuten sind schon um, du fragst dich nur was soll der Sch... !!

Genervt legst du den Hörer auf, versuchst zu lösen dein Problem.
Und siehe da, etwas Geduld, ja dann, dann klappt das schon.

In der Warteschleife drin, stecken wir die Menschen alle.
Die Lösung, sie kommt irgendwann, sitzt in der Mausefalle (des Lebens).

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Ein Tag im Februar des Jahres 2006. Der EDV- Fachmann Klaus Gruschki kann kaum ausdrücken, was er empfindet, als er seine neugeborene Tochter Leoni im Arm hält. Seine Frau Michaela und er sind die glücklichsten Menschen der kleinen, süddeutschen Provinzstadt und voller Vertrauen in die gemeinsame Zukunft. Doch die Beziehung und das Glück zerbrechen. Auf einmal ist Klaus allein und Michaela mit Leoni verschwunden. Erst nach langer Suche und mit großen Mühen gelingt es dem Vater, Mutter und Kind wieder zu finden und den Kontakt zu Leoni neu herzustellen. Dann entzieht ein bürokratischer Akt dem Vater die gemeinsame Sorge fürs Kind. Gruschki weiß sich nicht anders zu helfen, als seinerseits mit der Tochter heimlich unterzutauchen. Nach einer dramatischen Flucht wird er in Österreich verhaftet und Leoni ihm gewaltsam entrissen. Er kommt in Haft und wird als Kindesentführer stigmatisiert. Doch Klaus Gruschki gibt den Kampf um sein Kind und um Michaela nicht auf …

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