Thomas S. Lutter

Paulinchen - Allein zu Haus


Paulinchen war allein zu Haus
Der Alkohol ging leider aus
Als sie so durch das Zimmer ging
Papas Gewehr am Balken hing
Und Mienz und Maunz die beiden
die lassen sich bald scheiden
Der Vater zündelt, aber spricht
"Paulinchen, spiel mit Feuer nicht"
Die Mutter jedoch blicket stumm
auf dem leeren Tisch herum

Die ganze Welt brennt lichterloh
Paulinchens Seele sowieso
Beim Schneider, um die nächste Heck'
da stehen Tintenbuben, keck
Paulinchen überdachte
was sie verdrießlich machte
Und so beschließt sie ein Malheur
ganz frei enthemmt mit Kirschlikör
Und nach des Herren Lempels Lehr
muß jetzt ein Exempel her

Und die Moral von der Geschicht'
ist, die Moral, die kennt sie nicht
Doch wenn ich auf das Ende seh'
O ach herrje, herrjemine...
Am End' wird um die Kleinen
vermutlich jeder weinen
Nein, nur um das Paulinchen nicht
Sie gilt fortan als Bösewicht
...Und Mienz und Maunz - auf dumm gedrillt -
stehen da als Jammerbild!

© Thomas S. Lutter

Diese Persiflage von Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter-
Geschichte, wurde von mir schon 2010 eingestellt.
Diese überarbeitete Version hat nichts mit evtl.
ähnlichen Gedichten hier auf estories zu tun.
Es ist lediglich ein update.
Danke für das Verständnis!

T.S.Lutter
Thomas S. Lutter, Anmerkung zum Gedicht

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