Angelika Romauch

Åltwerd’n is nit schen (Achtung Kärnterische Mundart)

Mei urålt Freind, da Mosic Otto,
håt schon seit Jåhr’n so a Motto,
das er verwendet nach Belieb’n,
als Grund zum Sauf’n oder eb’n
a oft zum Aufriss, wie gråd g’scheh‘n.
Wir wår‘n då neilich auf an Festl,
I und da Otto, dieses Gfrastl.
„Schau zua und lern‘ wås“, sågt er an gach,
„genauso wia is dir jetzt zag‘“.
„Åltwerd’n is nit schen“, so mant er,
uns schaut se um, schon sehr vawanter.
Von links und rechts, von åll’n End‘n,
kummen die Frauen, die durt steng‘n,
ob ålt, ob jung, åll’s hupft då zweg‘n,
als war‘s der letzte Sex, den’s kreg’n.
Da Otto, der steht in da Mitt’n
und grinst se ans „Tua’s überbiet’n!“.
Wenn I des såg, wird’s gegenteilig
und ålle Manda schau’n gånz eilig,
dass Meta krieg’n, weg von mir,
in Richtung Jugend, bei da Tür.
Und drauß’n sans, wer könnt’s verdenk’n
bevur de ålte Schneck’n hint’n,
auf blede Gedånk’n a no kummt,
und hålt’s für’n Samariterbund.
Und die Moral von der Geschicht‘:
Männer dür’fn ålt wer’n, Frauen nicht.

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„… Leute ohne Orientierungssinn sollten nicht zu einem einsamen Trip allein durch einen unübersichtlichen Wald aufbrechen. Dieser Gedanke plagte mich nun bereits eine ganze Weile – genauer gesagt, gleich nachdem ich mich auf diese komische Wanderung eingelassen hatte. Es war eine Wette gewesen mit mehreren Freunden. Wir hatten jeder einen eigenen Weg zugeteilt bekommen, dem wir durch einen dunklen, unbekannten Wald folgen mussten. Wer als Erster am Ziel war, bekam einen Preis, ein großes Abendessen mit allen Schikanen …“

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