Angelika Romauch

Bemerkungen zu Ovid

Eins sei gesagt, bevor ich stürze
auf den Ovid und sein Gesülze:
Wer wartet auf Hexameter
der sei enttäuscht, das gibt nichts her!

Ad eins: auf Deutsch sind‘s nicht zu lesen,
ad zwei: Und wenn’s wer kann, fress ich ‘nen Besen,
ad drei: Es ist euch allen sicher lieber,
dass ich banal bin und leicht drüber!

Das Zeitalter, das goldene,
zeigt uns die Welt noch voll okay.
Es tat ein jeder was er wollte
auch die Natur, der Rubel rollte.

Aus dem Nichts entsprangen Honigflüsse,
die Menschen hatten warme Füße,
zum Schweißfuß hat es nicht gereicht,
da Frühling war die ganze Zeit.

Das Paradies ist es gewesen
genug für jeden hat’s gegeben,
bevor wie immer unter Menschen
Gier, Neid und Hass sind schnell entstanden.

So wie bei uns ist‘s bei den Griechen
nicht bei der Autonomie geblieben.
Regierungen und Selbstgerechte
haben all‘s gewandelt ab ins Schlechte.

Das Zeitalter, das silberne,
war nicht einmal mehr halb so schön.
Das eherne war noch viel schlimmer,
das eiserne ein wahrer Jammer.

Das ist es was wir heut erleben,
Intoleranz und Hass auf jeden,
der anders ist als wir es sind,
und daher eins aufs Haupt verdient.

Geld haben ein paar reiche Schnösel,
meist aus dem elterlichen Börsel,
die sagen an, was wichtig ist,
nur dass es sie allein betrifft.

Der Rest, der tut sich um sie scharren,
und hofft, dass auch ein Teil vom Schmarren
auf ihn fällt, doch wie heißt’s so schön:
Wer Schafen folgt, wird Ärsche sehen!

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