Norman Dunfield

Dunkelheit

Schwarzer Himmel ohne Sterne,
dunkle Straßen ohne Licht.
Viele finden das romantisch,
andere wiederum nicht.

Mancher Räuber wägt das Dunkel
als das Licht der Sicherheit,
und er steht mit seinem Werkzeug
vor der Haustür bald bereit.

Leise bersten dann die Schlösser
und im Taschenlampenschein
leert er Schubladen und Schösser;
mancher findet das gemein.

Drüben, vor der dunklen Kneipe,
friert ein Mann am Taxistand,
weil nach Bier, Glühwein und Fusel
er den Heimweg nicht mehr fand.

Manchem Tier im tiefen Walde
nimmt die Dunkelheit die Sicht.
Sehnsuchtsvoller Blick zum Morgen,
nur die Eule stört das nicht.

Denn sie greift mit wachem Auge
sich all das, was sich nicht wehrt,
und so merkt bald manches Kleintier,
dass ihm Böses widerfährt.

Wenn man dann zu früher Stunde
völlig ausgeraubt erwacht,
freu'n sich Räuber und auch Eule
bereits auf die nächste Nacht.

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