Horst Fleitmann

Hauptsache es reimt sich

Ganz egal wie's Dichten geht.
Wenn man sich darauf versteht
dass sich reimt so manche Zeile
freut der Dichter sich 'ne Weile.

Fehlt dabei auch Mal der Sinn,
schreibt er's trotzdem hurtig hin.
Vers auf Vers wird produziert
ohne dass man sich geniert.

Für ein solches Dichterleben
will ich hier ein Beispiel geben.
Ich lass mal dahingestellt,
ob es wirklich wem gefällt: .

.....

Achtung, welch ein Hochgenuss,
hier kommt nun (m)ein Dicht-Erguss:

Parallel, neben drei Fichten,
will ein Bild den Gruß vernichten
der auf seinem Teller stirbt
und die Tagesschau verdirbt.

Will der Gruß es übertreiben,
soll sein Rad Kartoffeln reiben
die als Füllung für die Berge
auch geeignet sind für Zwerge.

Trotzdem blickt er ungelogen
In das Eisen, das gebogen
sich um einen Apfel wickelt
der sich unverdaut zerstückelt.

.....

Jeder Vers ist übertrieben
aber schön gereimt geschrieben.
Dümmer geht es nicht, (wahrscheinlich).
Hauptsache jedoch: Es reimt sich.

© Horst Fleitmann, 2019

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