Andreas Vierk

Curry rotweiß

 


Ich kam als Höckerschwankomet geflogen,
als Fötus klatschte ich ins Schulgebäude.
Es wand sich angewidert, voll von Räude.
Der Schwanz war unter seinen Bauch gebogen.

War ich erleuchtet und von Gott verklärt,
so hab ich‘s in Berlin Neukölln verloren.
Ich wurde hinter’m Tresen neu geboren
und hab mich auf den Pizzen selbst verzehrt.

Seitdem versinge ich mich in Gedichten
und latsche über’n Kudamm hautverbrannt,
wie durch ein wildes, knochenweißes Land,

und muss auf eine Wirklichkeit verzichten,
um mit der Wahrheit in mir selbst zu kegeln,
am Wannsee unter birnenmilden Segeln…




 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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