Norman Dunfield

Melinda's Vibrationen (Jugend forscht)

Melinda, die heut' fünfzehn wird,
will sich nicht länger schonen.
Seit Monaten verspürt sie schon
lüsterne Vibrationen.

Auch einen Freund bracht' sie schon mit
nach Haus' und in ihr Zimmer.
Die Eltern sind zutiefst besorgt
und ahnen: "Es wird schlimmer."

Die Mutter sagt: "Halt's Höschen an,
erweck' nicht seine Gier,
denn hinter seinem Reißverschluss
wartet ein wildes Tier."

"Das Tier hab' ich bereits gezähmt",
antwortet prompt Melinda.
"Jedoch sucht's eine Unterkunft
an Stellen, wo es hinsah."

"Hast Du den Leib ihm offenbart...?"
...empört sich da der Vater.
"Vermeide sein Ejakulat,
sonst gibt es hier Theater."

"Nur keine Angst", erwidert sie,
"es wird schon nichts passieren,
denn mit den Gummis, die er hat,
kann man nicht nur radieren."

Die Kindheit schwindet Tag für Tag,
bleibt jetzt noch zu erkennen.
Man wird, trotz elterlichem Rat,
bald miteinander pennen.

Der Vater spricht: "Welch' Ungemach,
Verdorbenheit der Jugend.
Sehnsucht im Genitalbereich
ist schließlich keine Tugend."

"So etwas gab es früher nicht,
man kann nicht einfach wegseh'n.
Als meine Mutter mich gebar,
war sie schließlich schon sechzehn.

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Ein Tag im Februar des Jahres 2006. Der EDV- Fachmann Klaus Gruschki kann kaum ausdrücken, was er empfindet, als er seine neugeborene Tochter Leoni im Arm hält. Seine Frau Michaela und er sind die glücklichsten Menschen der kleinen, süddeutschen Provinzstadt und voller Vertrauen in die gemeinsame Zukunft. Doch die Beziehung und das Glück zerbrechen. Auf einmal ist Klaus allein und Michaela mit Leoni verschwunden. Erst nach langer Suche und mit großen Mühen gelingt es dem Vater, Mutter und Kind wieder zu finden und den Kontakt zu Leoni neu herzustellen. Dann entzieht ein bürokratischer Akt dem Vater die gemeinsame Sorge fürs Kind. Gruschki weiß sich nicht anders zu helfen, als seinerseits mit der Tochter heimlich unterzutauchen. Nach einer dramatischen Flucht wird er in Österreich verhaftet und Leoni ihm gewaltsam entrissen. Er kommt in Haft und wird als Kindesentführer stigmatisiert. Doch Klaus Gruschki gibt den Kampf um sein Kind und um Michaela nicht auf …

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