Brigitte Waldner

Glücksspiel


Man träumt sich in das Märchenland
und hat das Glückspiel angewandt
und hofft auf großes Glück.
Man gleicht sich damit Schäden aus,
am Geld, an Sachen und am Haus,
und schlägt damit zurück.

Es heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt,
man hat ein bisschen Geld gesetzt
auf ein paar Zahlen halt.
Dann wartet man darauf gespannt,
ob man die rechten Zahlen fand,
und wird enttäuscht alsbald.

Man spielt bei jeder Ziehung mit,
so bleibt die Hoffnung immer fit
auf einen Großgewinn.
Der Räuber wartet ab und lacht,
weil er dann wieder Beute macht,
nur Raub hat für ihn Sinn.

Damit schließt sich ein Teufelskreis,
am Ende hat man den Beweis,
und man erwacht vom Traum.
Sehr selten werden Märchen wahr,
viel eher läuft man noch Gefahr,
das Glück erlebt man kaum.

Ist wem ein bisschen Glück vergönnt,
dann ist er mit der Welt versöhnt,
das Umfeld macht viel aus.
Wenn nicht, dann setzt er etwas Geld,
wie wenn er sich das Glück bestellt,
und hofft, es kommt ins Haus.

© Brigitte Waldner

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