Janna Ney

Sein lassen

Kopfüber stürzt du dich ins Meer;
tauchst voller Wissbegier zum Grund,
schwimmst dir die Angstkajüte leer
und deine dünnen Häute wund.
 
Die Luft wird knapp und du tauchst auf,
der Fluss will dich in Bahnen zwingen.
Du strampelst gegen Strom und Lauf,
musst angestrengt um Atem ringen.
 
Jetzt gibst du nach. Du lässt dich treiben,
von Wetter, Wind und Wellenschlagen.
Du brauchst dich nicht mehr aufzureiben
und fühlst dich unbeschwert: getragen.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.03.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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