Brigitte Waldner

Schnäppchenkauf


Der Fuß war nicht auf Schnäppchenjagd,
es hat sich halt ergeben,
ein Gutschein kam ganz ungefragt,
doch, wie gewünscht, ins Leben.

Der März kommt mit dem Frühling an,
man möchte neue Kleider,
da findet man ein Schnäppchen dann,
das nutzt man gerne, leider!

Drei Stiefelpaare, schwarz, rot, braun,
zum Sonderpreis von einem,
samt Handschuhen nett anzuschaun,
das lohnt sich, will man meinen.

Ein roter Handschuh wird sehr gut
zu roten Stiefeln passen,
die kauft man mit, was man so tut,
man kann es ja nicht lassen.

Dazu passt noch ein Winterschuh,
der wird auch gern bestellt,
für 100 Euro greift man zu,
ein Schnäppchenkauf gefällt.

Bestellt hat man im Internet
auf Rechnung kommt die Ware,
probiert sie an, sie passt und steht,
der Vorrat reicht für Jahre.

Der nächste Winter wird sehr schön,
dem Fuß wird es gefallen,
er wird im schicken Stiefel gehn,
man freut sich drauf, vor allem.

Die Stiefel haben Pommel dran,
sie baumeln an der Seite,
im Innern kuschelt Plüsch sich an
dem alten Fuß zur Freude.

Die neuen Stiefel sind bequem,
sie passen zu den Jacken,
man wird sie in der Kirche sehn,
sie werden auch nicht zwacken.

Sie müssen gleich in den Tresor,
der Räuber kommt sie holen,
das kommt hier regelmäßig vor,
daher wird das empfohlen.

Der Räuber ist der Nachbarsmann,
er kommt mit seinem Vater,
er klaut, so viel er tragen kann,
die Narrenfreiheit hat er.

© Text und Foto: Brigitte Waldner

„Ein Schnäppchen für 100 Euro.“



 

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