Julia

Frühlingsspaziergang im Rombergpark (Eine Liebeserklärung)

Die Frühlingssonne lockt. Ich muss hinaus!

Fühl mich beschwingt bis in die Zehenspitzen.

Im Garten schau ich nach dem Vogelhaus.

Ob darin schon die neuen Mieter sitzen?

 

Die Luft ist weich wie Seide. Ich will wandern.

Durch Wälder, Felder, Blumenwiesen gehn.

Statt dessen werde ich mit vielen anderen

nur eine Runde hier im Stadtpark drehn.

 

Welch eine Farbenfülle. Kaum zu fassen

was Gärtnerfleiß alles geschaffen hat.

Ich mische mich unter die Menschenmassen.

Mir scheint, hier trifft sich heut die ganze Stadt.

 

Nur frohe Menschen, die ich um mich sehe.

Der Frühling hat die Herzen aufgetan.

Die Menschen spüren wieder ihre Nähe.

Selbst Fremde lächeln sich beim Gehen an.

 

Die kalten Tage sind längst nicht vorbei.

Man braucht noch warme Kleidung beim Spazieren.

Ganz Mutige gehen schon ärmelfrei

im kurzen Kleid und Shorts. Oh, wie sie frieren.

 

Mit Schwatzen, Lachen kommen mir entgegen

fünf junge Muttis, die sich alle kennen.

Die Kleinen spielen Fangen auf den Wegen.

Sie freuen sich. Hier dürfen sie frei rennen.

 

Und drüben auf der Brücke, im Gedränge

ein Pärchen, das mit sich alleine ist

und sich, ganz unbekümmert um die Menge

zärtlich umarmt und selbstvergessen küsst.

 

Ich suche Stille abseits der Allee

und freu mich an der blühenden Natur.

Ganz in der Nähe liegt ein kleiner See.

Dort will ich hin - von Stillle keine Spur.

 

Da sitzt ein Knirps mitten im Blumenbeet

und pflückt mit Hingabe sich einen Strauß..

Die Mutter, die ganz in der Nähe steht

schwatzt angeregt und schaut nach Freunden aus.

 

Hallo!“ Ich sehe meine Nachbarin.

Ihr Mann möchte gern nach den Enten schaun.

Sie schiebt über den Weg zum Wasser hin

den Rollstuhl etwas näher an den Zaun.
 

Zwei Kinder sind mit Oma unterwegs.

Sie haben einen Frosch im Gras entdeckt.

Ein kleines Mädchen opfert seinen Keks

und sieht beglückt, wie er den Enten schmeckt.

 

Vom Grillplatz her kommt fröhliches Geschrei.

Der Wind weht Liederfetzen an mein Ohr.

Das Lied weckt Wehmut; ich denke dabei

an Freunde, die ich viel zu früh verlor.

 

Ich liebe diesen Park mit alten Bäumen.

Hier darf Natur noch wachsen wie sie will.

An anderen Tagen kann man herrlich träumen

abseits auf Wegen ganz versteckt und still.

 

Mein Weg führt hoch zum Café Orchidee.

Das große Goldfischbecken ist noch leer.

Hier saß ich früher gerne beim Kaffee.

Das Tropenhaus gibt es leider nicht mehr.

 

Die Mittagszeit lockt Hungrige herbei.

Kein Gast ist drinnen, doch die Kellner flitzen.

Auf der Terrasse ist kein Platz mehr frei.

Jetzt kann man endlich wieder draußen sitzen.

 

Nun will ich heim. Und auf dem Weg nach Haus

zieht´s mich zu einem Blumenladen hin.

Dort hole ich den schönsten Frühlingsstrauß.

Den bring ich nachher meiner Nachbarin.

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.03.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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