Angela Pokolm

Drei Wünsche

Als ich bei meinen Büchern saß
und meinen Geist mit andern maß,
war ich so oft
ganz unverhofft
bei dir mit mein’n Gedanken.
 

Dein Schicksal hat mich angerührt
und meine Sinne hingeführt
zu deinem Leid
der Einsamkeit
und Grübelns ohne Schranken.
 

Da hab' ich oft bei mir gedacht,
weshalb das Schicksal Gräber macht!?
Ein Mensch wie du
soll immerzu
nach Leben sich verzehren?

 

Hätt’ ich, wie es im Märchen war,
drei Wünsche frei, dies glaub' fürwahr,
ich dächt’ an dich.
Ganz sicherlich
wollt’ ich dir Raum gewähren,

 

die Flügel zu erheben
und über Mauern schweben
und frei zu sein
im hellen Schein
des Lebens gold’nen Ähren.

 

Angela Pokolm

 

 

 

 

 

 

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