Janna Ney

Meise unterm Pony


Frau Meise trug ein hübsches Häubchen;
darunter barg sie jenes Schräubchen,
das leider etwas locker saß.
Sie hatte Ziele, doch das Maß
ging ihr schon längst verloren.
Sie wähnte sich hochwohlgeboren,
sah sich mit großer Kinderschar
als Gattin ihres Traummanns Star.

Wenn sie im Sommer jubilierte,
ihr kleines Herz vor Schmerz vibrierte,
verging dem Schwarm die Zeit im Flug-
er war ein Star und er war klug.
Er hielt sich auf bei seinesgleichen
und ließ sich dort das Wasser reichen.
Frau Meise aber hielt dran fest,
dass er sich mit ihr trauen lässt.

Sie ignorierte jeden Freier
und schrie empört: Hol dich der Geier!
Bis sie begriff, dass jener Star
für Meisen unerreichbar war,
vergreiste sie in ihrem Nest.
Ein Kater gab ihr dann den Rest,
als er sie sie hungrig niederschlug
und dann zur Abendtafel trug.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.03.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass ein Besuch auf einer Faschingsparty solche Konsequenzen haben könnte. Eingeplant hatte ich eine Menge Spaß, gern auch frivoler Art. Meine Freundin schleppte mich häufig auf Veranstaltungen, wo auch in der Horizontalen die Post abging. Doch was bei diesem Fasching passierte, war jenseits des Erklärbaren. Irgendein als Magier verkleideter Partybesucher beschwor lustigerweise germanische Götter. Und dann stand ER plötzlich vor mir, ein Typ mit Axt, er wirkte ziemlich desorientiert und nannte sich Saxran. UND er war attraktiv. Ich schnappte ihn mir also. Nicht nur die Axt war recht groß an ihm. Hätte ich allerdings damals schon geahnt, was das noch für Konsequenzen haben würde… Saxran war absolut nicht von dieser Welt, und seine Welt sollte ich bald kennenlernen. Sie war geprägt von Unterwerfung, Schmerz, Lust und jeder Menge Abenteuer.

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