Patrick Rabe

Macht Zeit

 

Tatgehemmt, doch mit Mutmachreflex,

so versauert eine Jugend im Großstadtkomplex,

weiß nicht, wohin sich drehn oder wenden,

werden arm mit zu vollen Händen.

 

"Macht nichts" macht doch was,

das ist leider sonnenklar,

wenn "Macht was" nichts macht,

wird alles sonderbar,

und wer sich nur verrätselt,

ist auch nicht der Zar:

 

Gib eine Hand, doch deine Stimme nicht jedem,

lass nicht alles zu, aber lass sie nur reden,

wird nicht alles wahr, was prophezeih'n deine Veden,

die sie zwar benutzen, doch nur für eigene Schäden.

 

Zeit, Zeit, Zeit,

es ist noch nicht so weit.

 

Du wusstest, sanft sein ist gut, aber bitte niemals brav,

und mit schwarzem Mittelscheitel wird man kein weißes Schaf.

Doch wenn blond heut die Farbe von Stahl ist,

weißt du schon, was das Mittel der Wahl ist.

 

Macht macht verführbar,

das ist leider sonnenklar,

doch wenn Ohnmacht auch nichts macht,

werden Alpträume wahr,

also mach was , der Nachtknast

geht nicht über ein Jahr.

 

Gib eine Hand, doch deine Stimme nicht jedem,

lass nicht alles zu, aber lass sie nur reden,

wird nicht alles wahr, was prophezeih'n deine Veden,

die sie zwar benutzen, doch nur für eigene Schäden.

 

Zeit, Zeit, Zeit,

es ist noch nicht so weit.

 

Wach auf, es ist wunderschön,

Ostern steht vor der Tür,

wenn sie Jesus nicht sehn,

kommt er dennoch zu dir.

Du bist wach, ausgeschlafen

und ohne Großstadtkomplex,

bereit für die Braut,

Babylon ist deine Ex.

 

Reich deine Hand, lass sie nicht ängstlich beben,

kannst schon wieder mit der eigenen Stimme ja reden

wird alles wahr, was sich anfühlt nach Leben

wer's benutzt und nicht nutzt, sorgt für eigene Schäden.

 

Zeit, Zeit, Zeit,

es ist immer soweit.

 

 

 

copyright by Patrick Rabe

geschrieben am 31. März 2019.

 

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