Andreas Vierk

Ein hübsches Exemplar



 

Einst stand ein Mamut an der Düssel,
trank deren Wasser mit dem Rüssel.
Es traut sich nicht die Urzeit-Rotte
aus ihrem Häuschen – einer Grotte.
Sie wollte Fleisch, doch das Gewicht
ließ sie erwägen: „Lieber nicht!“
Und wen hätte es gewundert?

Im späten dreizehnten Jahrhundert,
(die Zeiten hatten sich geründet),
wurde dat Düsseldorf gegründet
und stand nun, rund wie eine Schüssel,
an dem Fluss mit Namen Düssel.

Vergessen war des Mamuts Wucht,
die Jahre fielen in die Schlucht,
da schlug einst ein Poet sein Domizil
dort auf, weil es ihm gut gefiel.
Hier war die Ortschaft seiner Wahl,
nach ihm benannt: Neander-Tal.

Dort fand man – dies ist ganz gewiss,
ein Stückchen Schädel mit Gebiss,
Und befreit von Erd und Schorf,
brachte man ihn nach Düsseldorf.
Dort malte dann ein schlechter Maler
den Typ und nannte ihn Neantertaler

(nicht mit dem Schokotaler zu verwechseln.
Und dies Gedicht - man kann es hechseln.)

Und inzwischen weiß ich auch, dass man Mammut mit Doppel-M schreibt.








 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.03.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Andreas Vierk:

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Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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