Andreas Vierk

In einem Hauch



 

Und als du gingst, verlor die Welt ihr Grau,
fing wieder an, auf einem Bein zu stehen
und ließ den Geist durch ihr Gefieder wehen,
und spreizte Nerven in den Morgentau.

Die Kelche wurden wieder Kostbarkeiten,
der Globus – leichter ohne dein Gewicht –
verlor sich ganz in Renaissance und Licht,
die Schleiereule träumte sich ins Gleiten.

Und Biene war die Welt in vielen Welten
mit ihren staunenden, grazilen Köpfen
und großem, goldumspülten Kinderblick.

Auch dein Erwachen ließ sie wieder gelten.
Ich sah dich Wasser aus dir selber schöpfen.
In einem Hauch erfüllst du dein Geschick.




 



 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.04.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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