Robert Nyffenegger

Die Macht und die Ohnmacht des Wortes

Ein jeder, der ein Wörtchen spricht,
Hat meist ein Gegenüber.
Das hört dir zu und auch mal nicht,
Hält einfach seinen Schieber.
 
Du sprichst in deinem Jass Verein.
Man hört dir vielleicht zu.
Du fühlst dich nicht mehr ganz allein,
Nur einer macht mal Puh.
 
Du sprichst vor einer Kompanie,
Es gibt leis Zwischenrufe.
Doch Widerspruch, den gibt es nie,
Du sprichst von hoher Stufe.
 
Du brüllst vor tausend Leuten.
Man hört dir gierig zu.
Entfesselt ist die Meute,
Und keiner gibt mehr Ruh.
 
Es kommt nicht auf den Inhalt an.
Es macht`s allein die Masse.
Ein jeder glaubt nun mal daran,
Die Menge habe Klasse.
 
 

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