Daniela Hoppaus

Ein Regentag

Schmuckperlengleich hängen die Regentropfen an den Ästen des fast kahlen Buschs. Vereinzelt trägt er noch grüne Blätter, der Regen trommelt einen Rhythmus  auf den Asphalt neben dem schmalen Grünstreifen, auf dem der Busch wächst. Grün.

Die Wolken hängen in den Baumkronen, Nebel schmiegt sich an die Hänge des Berges.

In wunderbaren Wandel vereint sich der Nebel mit den Wolken.
Das Spiel reißt einzelne Bäume in den Vordergrund, verdeckt andere hinter einem weißen Schleier.
Der Regen fällt, Schnüren gleich, in einer undurchschaubaren Ordnung, wäscht Laub und Blech gleichermaßen sauber.

Manche Bäume sind nicht mehr grün. Sie tragen gelb und rot, verleihen dem grün der Nadelbäume ein paar Farbkleckse. Die Kronen lichten sich.

Eine Krähe sitzt einsam auf einen Dach, Wo find ich die anderen? Man sieht sonst keine Vögel. Der Regen hat sie wohl dazu gebracht, Unterschlupf, wo auch immer, zu suchen.

Ich weiß, es gibt Nester unter unserem Dach

Figuren im Nebel. Man kann sich verlieren in den Schwaden, die ständig neue Bilder formen. Da gibt es allerhand zu sehen, mit ein wenig Fantasie springen Faune und Nymphen über die Baumkronen, schauen Götter und andere Fabelwesen vorbei.

Wenn der Schnee fällt ziehen wieder Schneehexen über die Hänge. Aber heute ist ein Regentag.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.04.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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