Andreas Vierk

Radha und Krishna



Glückselig bin ich nur in deinen Tiefen.
Man findet sie vielleicht in Gladiolen,
in wunden Herzen gären sie verstohlen,
entzünden Kerzen in intimen Briefen.

In kühlen Gründen liegt dein Lavaquell,
den nie die Balz des Auerhahns beschmutzt,
daneben Silberlöffel, unbenutzt.
Und durch die Lichtung schimmmerts honighell,

als wär dies Heiligtum ein Trost im Weh,
dich nie in deiner Nacktheit zu erblicken,
und nie an deinem Atem zu ersticken.

Ich wünschte, ich wär dein geheimer See,
du watetest als Storch auf roten Stelzen.
Glückselig würden meine Spiegel schmelzen.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.04.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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