Patrick Rabe

Magdalena on the rocks

Magdalena on the rocks

 

Ach, Magdalena, seit wann bist du hysterisch,

ertränkst die Tiefe deiner selbst mit Alkohol?

Seit wann guckst du bloß diese hohlen Serien

und fühlst dich in den Kitschromanen wohl?

 

Ach, Magdalena, seit wann schluckst du die Pillen,

die auch nicht happy machen, wie du weißt?

Seit wann starrst du durch echte Menschen durch,

als wären sie der unheilige Geist?

 

Ach, Magdalena, seit wann bist du geschäftig,

immer beschäftigt, wenn ich deinen Namen ruf?

Seit wann slavest du in dieser Firma,

in 'nem Büro wie eine Totengruft?

 

Ach Magdalena, wie lang willst du noch sagen,

dass alles super läuft? Ich weiß doch, dass du lügst.

Du bist nur glücklich, wenn du weiter

die echte Wirklichkeit verbiegst.

 

Und wie auf LSD läufst du durch krumme Straßen

und hoffst, den Graden dort zu finden, doch er ruft

aus einem Garten, wo die wilden Blumen blühen,

als Rosen- nicht als Hubba-Bubba-Duft.

 

Ach, Magdalena, seit wann bist du so grausam?

Das Messer in der einen Hand gezückt,

so tanzt du sinnbefreit über Kadavern,

'nen Teddybär'n fest an deine Brust gedrückt.

 

Ach, Magdalena, ich werd weiter rufen.

Sieben Dämonen waren schon zu viel.

Was fliehst du aus dem Schutzraum, den wir schufen,

du weißt es doch, das Leben ist kein Spiel.

 

Doch einmal hast du mich erkannt.

Im Garten, der sich erstreckte vor dem Felsengrab.

Dort nanntest du mich Gärtner, dann Rabuni,

weißt du, wie gern ich dich noch immer hab?

 

Komm, leg sie aus der Hand, die Pillendose,

und folge mir ans echte Tageslicht.

Dein Spießerparadies ist 'ne Psychose,

die Wirklichkeit ist schön wie ein Gedicht.

 

 

Patrick Rabe,

19. April 2019, Karfreitag, Hamburg

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.04.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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