Andreas Rüdig

Der Hofnarr

Ein Sache ist wohl wahr
ich bin ein guter Hofnarr
ich spiele vor dem Kaiser
er wird dann sehr schnell weiser
sieht er meine Narrenkappe
hält er seine Klappe
er sagt: Gib mir einen Rat
red´ ich nicht um den heißen Bart
von Politik versteh´ ich nicht viel
weil sie mir nie gefiel
die höfische Eitelkeit
hat uns immer entzweit
Prunk und Pracht
haben immer Leidenschaft entfacht
Gier, Liebe und die gute alte Macht
darüber wird nie gelacht
doch die Demut
erzeugt nur kalte Wut
andre sich an dem Unglück weiden
bin ich bescheiden
mir gehört die ganze Welt
helfe ich Armen mit viel Geld
schaut der König in den Spiegel
ich ihn dazu aufwiegel
das Volk ihn liebt
wenn er abgibt
einen Krieg mit Waffen
will er nicht schaffen
für die Vergänglichkeit
ist er bereit
er will nichts hinterlassen
wofür ihn Menschen hassen
er ist ein Narr
fürwahr

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