Thomas-Otto Heiden

Der Mäusekrieg



Der Mäusekrieg 



Jede Nacht man mag`s kaum glauben,
ziehen sie in eine Schlacht.  
Mit Schilden Säbeln und Kanonen,
mit Willen und mit Tatenkraft. 
Erst gestern hab ich sie gesehen,
als ich bei Nacht erwacht, und durstig war. 
Da sah ich kleine Funken tanzen,
als ich aus meinem Küchenfenster sah. 
Ein Gewimmel und Getümmel,
fand draußen auf der Wiese statt. 
Vor Schreck ließ ich den Becher fallen,
der eben noch in meiner Hand, 
und sah mit großen weiten Augen,
was da draußen, grad begann. 
Genauer hingehört,
hört ich auch lautes Säbelrasseln,
gefolgt von Kriegsgeschrei. 
Das war zu viel für meine Nerven,
ich ging ins warme Bett zurück.
Verstört, zum Teil auch sehr benommen,
wurd(e) ich am Morgen wach. 
Erinnert(e) mich an meinen Traum zurück,
aus der letzten Nacht. 
Als ich in meine die Küche kam,
da sah ich das Malheur. 
Zerbrochen und in tausend Scherben,
lag auf dem Boden der Beweis. 
Dann sah ich aus dem Fenster. 
Der tote Körper einer Maus,
lag auf der Wiese unterm Tau. 
In ihrer kalten starren Pfote,
vergessen einen Säbel klein. 
Ich war erschüttert und verstört,
konnt es nicht wirklich glauben, 
und wartete gespannt darauf,
dass es wird wieder dunkle Nacht. 
Dann hab ich es erneut gesehen,
was niemand hätte jäh gedacht. 
Nun denke ich von Tag zu Tag,
wie soll das weiter gehen. 
Wenn sogar kleine Mäuse,
große Kriege führ(e)n. 



Thomas-Otto Heiden 

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