Andreas Vierk

Sinken II



 

Nur deine Pulse sind aus Abendflieder,
auf ihnen weiße Kiele aus Papier
sind Cirruswolken, und ich schrieb sie dir.
Du stiegst zu tief in meinen Atem nieder.

Ein frisches Weh zerwühlte meine Lippen.
Ich zog ein Segel auf aus Hilferufen
und floss als Schnelle über deine Stufen.
Dein Sternenspülicht lag in meinen Rippen.

Ich sinke ohne mich in dir zu lösen,
zu schmelzen in dein violettes Pochen,
trotz meiner Stirn, der schwarzen und porösen,

aus der die Quallen der Gedanken dringen.
Zwar bist du meinen Schläfen eingestochen,
nur im Verschwinden kann ich dich besingen.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.05.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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