Jürgen Skupniewski-Fernandez

Artensterben

Verharzte Narben,

die Rinde tropft,

das Baumherz blutet,

der tote Vogel singt nicht mehr,

das Laub, die Nadeln fallen stumm

durch unsere Gegenwart,

die Nester vieler Arten bleiben leer,

der Fischer fischt nur tote Fische,

der Lachs im Käfig krankt im Meer,

vieles auf Natur gedecktem Tische

hat Morgen seine Zukunft schon verloren,

gekippt ist längst das Gleichgewicht,

nur Träumer dichten sich das Leben schön:

Es war einmal und wird nicht mehr,

nur noch ein „Lebe wohl“, vorbei mit

dem „Auf Wiedersehen“

 

Die Zivilisation

hat ihre Naturkinder ans Kreuz geschlagen,

versklavt, vernichtet, ausgerottet,

und jeder nimmt sich schnell ein Stück vom Kuchen mit,

wer weiß, vielleicht gibt es morgen keine Schokolade mehr,

wer stirbt schon gern mit leerem Magen,

Kinderhände pflücken reiche Ernten

für braun gebrannte weiße Bäuche,

der schöne Schein der Errungenschaft,

blendet die Vernunft in Gottes schönem Reiche.

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