Roland Drinhaus

Die Muke






Die Muke ist ein kleiner Korb,
für Ost und ist aus Bast.
Sie ist ein sehr geheimer Ort,
wie gut wenn du ihn hast.

Versteckt darin war früher Obst,
doch gab es reiche Leute,
die mochten nicht gesunde Kost,
es blieb auch so -bis heute.

Statt Obst versteckten sie ihr Geld,
es musste in die Muke.
Wenn viel drin war (was wohlgefällt)
dann galt man als ein Duke.                  (*)

Ich hab in meiner Wohnung auch
ne kleine-feine Muke.
Kein Obst ist drin und auch kein Lauch,
sie gleicht ner kleinen Luke.

Mein Obst bewahr ich anders auf,
die Muke ist oft leer.
Doch Hauptsache man ist gut drauf,
was will man sonst denn mehr?





*  Ein Duke ist dasselbe wie ein Herzog.


Inspiriert zu diesem Gedicht hat mich Siegfried Fischer.
Er hat vor kurzem noch die Muke gesucht......

Im Mitmachwörterbuch (kann man so als Suchbegriff bei Google eingeben)
wird die Muke folgendermaßen erklärt:

Muke

(mit langem u) Versteck, geheimer, abglegener Aufbewahrungsort Ich hab noch die alten Spielsachen und abgelegten Kleider in der Muke. Ich könnt euch gar nicht denken, was ich noch alles in der Muke habe.
Die Muke ist den rheinischen Mundarten entlehnt. Das Wort kommt sporadisch im Saarland, an der Mosel und vor allem im Bergischen Land vor. Im Dialekt meint es das heimliche, meist von Kindern angelegte Versteck von Früchten, im Bergischen auch das Geldversteck.


 

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