Alfred Plischka

Leidenschaft

Als wir voreinander stehen,
zitternd, so wie Espenlaub,
der Umarmung bald entgehen,
uns dann finden, nackt, im Staub,

ist unser Rhythmus eine Freude
und, beherrscht vom Wunsch nach Lust,
Crescendo gegen Alltagsfrust,
Genusserlebnis ohne Reue.  

Wir lieben uns mit allen Sinnen,
verschmelzen in der Zweisamkeit
und sind dabei doch wie von Sinnen,
getragen von der Ewigkeit,

um beiderseitig zu erleben,
dass Leidenschaft wie Feuer brennt,,
Begierde keine Grenzen kennt,
um zwei Menschen zu erregen. .

Nach dem Stakkato unsrer Liebe
ist uns sanfte Ruh gegeben
und dem nunmehr schwachen Triebe
kommt dies sicher ganz gelegen.



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Seit Menschengedenken wurden Geschichten über die Lust in der Liebe verfasst. Fand der Leser früher die lustbetonenden Texte noch eher versteckt unter dem Deckmantel der damals gängigen literarischen Sprache und konnte nur erahnen, was der Schreiber damit eigentlich ausdrücken wollte, so ist dies heute "Gott sei Dank" nicht mehr von Nöten. Erotische Literatur hat sich dem Wandel der Zeit unterworfen. Was damals in Gedichten und Balladen gepriesen wurde, nämlich wie lustvoll die Erotik ist, wird heute in aller Deutlichkeit in erotischen Geschichten wiedergegeben. Fasziniert hat sie die Leser in jedem Jahrhundert.

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