Gerhard Krause

Der Maikäfer

 

In der Erde ganz ungesehn
da ist was merkwürdiges geschehn
ein Engerling der fünf Jahre alt
dem wurde plötzlich heiß und kalt
und es verwandelt sich der Schläfer
in einen dicken braunen Käfer

Noch schlaftrunken rieb er die Augen
und streckte lang die Beine aus
er prüft sie, sinnend ob die taugen
dann krabbelt er  aus der Erd‘ heraus

Nun putzte er sich seine Fühler
und dann damit den ganzen Kop'
ist weder Bäcker oder Müller
ein Käfermann und der ist Top.

Jetzt spreizt er noch die Flügel
und schlägt sie kräftig auf und ab.
Die Sonne kommt über den Hügel
und Wärme bringt ihn recht in Trab.

So fliegt er gleich auf die Bäume
nach dort, wo es zu fressen gibt,
die Blätter die sind seine Träume
und sind besonders von ihn geliebt.

Er frisst schnell viel, sehnt sich nach Liebe
und sucht sich eine Partnerin
nach einem hin und her Geschiebe
ist er schachmatt und ist bald dahin.

Die Käferfrau ist sehr bestrebt
und wird nun für den Nachwuchs sorgen
hat viele Eier abgelegt
und ganz erschöpft stirbt sie am Morgen.

Ein Kreislauf hat sich so geschlossn
wie die Natur es vorgesehn,
so geht's im kleinen wie im großn
und ewig wird die Erd' sich drehn

21.5.2019                                           Gerhard Krause

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.05.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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