Alfred Plischka

Winter

 
Zunehmend wird es draußen kälter.
Der Rauhreif zieht schon seine Spur.
Das Jahr wird wieder etwas älter.
Die Zeit vergeht, wo bleibt sie nur?

Manch kalte Nacht stellt sich nun ein,
lässt  Mensch und Tier oft schneller frieren.
Da mag  das traute warme Heim
sich schnell als Zuflucht offerieren.

Der Winter ist, man kann es sehen,
ein wahrer Künstler der Natur.
Lag er erst einmal in den Wehen,
sagt er uns bald darauf Bonjour:

Der erste Schnee muss nicht lang warten,
hält schon sein Hochzeitskleid bereit,
hüllt ein das Haus, den Wald, den Garten,
das alles in nur kurzer Zeit.

Er lässt Eis zu Kristall entwachsen,
gibt  Baum und Strauch ein weiß Gesicht,
malt den Kontrast zu schwarzen Katzen,
beleuchtet stets aufs Neu das Licht,

befiehlt dem See, so zu erkalten,
dass er bei Last nicht mehr gebricht.
Da kann manch einer sich kaum halten,
verliert dabei sein Gleichgewicht.

Alles hat einmal ein Ende,
so ists auch mit der Winterzeit.
Der erste Krokus steckt behände
sein Köpfchen durch das Winterkleid.

Bald schmilzt das Eis. Der Schnee, er taut.
Es tut uns in der Seele weh.
Ob er sich nächstes Jahr noch  traut
und uns beglückt mit neuem Schnee?

 .

 .



 

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