Ursula Rischanek

Der Denker

Der Denker und die 'holde Weiblichkeit' ...

Ein nachdenklicher Denker dachte,
was für 'nen Sinn es denn noch mache,
nachzudenken immerzu,
fand oftmals dadurch keine Ruh’.

Um gedanklich zu verweilen,
brauchte er auch nicht zu eilen,
Einsicht zu erlangen gar,
ob Zusammenhänge klar.

Was ihm die Denkerstirn umkreist,
spät nachts noch, seinen Schlaf zerreißt,
zu fassen auch in schöne Reime,
klappt nicht bei ihm, erstickt im Keime!

So saß er da, mit wehem Kopf,
‘s war anzuseh’n dem armen Tropf,
oftmals sogar auch tagelang
und allen um ihn, ward so bang.

Gedanklich kreuz und quer verstrickt,
sich abzulenken glückt ihm nicht!
Er grübelt nicht zum Zeitvertreib,
was ist das nur - was hat dies Weib!?

Dennoch zog’s ihn in ihren Bann!
Warum's so war, geht kein’n ‘was an.
Und wie Odysseus er verfiel,
dem Zauber und Sirenenspiel.

Die Liebe, wird wohl keinem klar,
warum, weshalb, das ist schon wahr.
Zu hinterfragen aussichtslos,
diese Gefühle, gar so groß.

Umwölkten schon manch Denkerstirn
vernebelten auch sein Gehirn,
so saß er lang und dachte nach,
wobei er sich den Kopf zerbrach.

Und als der Morgen dann begann,
erkannte es der Denker dann:


Es ist was an den Frauen dran,
dem widersteht kein einz’ger Mann!

Ja selbst der Stärkste weit und breit,
ist machtlos gegen Weiblichkeit!

© Uschi R.


Im Konnex kommt alsbald dazu - die Denkerin fand auch nicht Ruh!

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