Andreas Vierk

Chanson

 



Wie gern spiel ich die Grillenvioline,
bis um mich her der Samt der Nacht zerreißt,
und mich der Morgen in die Fremde weist,
die Nervenbahnen voller Schlaf-Morphine.

Abschied zu nehmen, raten alle Dinge:
Aus Regenwolken dringen Kleidermotten,
die Straßenkinder wollen mich verspotten,
weil ich so lustig in die Pfützen springe.

Ich muss mir viele Fehler eingestehen:
Die blaue Süße dieser Welt zu finden,
mich vor Cafés an Liebe wund zu reiben…

Ich wünsche mir, für immer fort zu gehen,
aus den Erinnerungen zu verschwinden,
und in ein weites Nie hinaus zu treiben.




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.05.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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