Roland Drinhaus

moderner Sklavenhandel (3)







Man kennt es schon seit vielen Jahren
und warnt vor allerhand Gefahren.
Vor allem unsere Arbeitskraft,
ist das, was viel Begehren schafft.
Irgendwann in den Eliten,
kam man drauf, sie zu vermieten
und es wurde zum Geschäft,
wenn man and're schuften lässt.

Ich hab das selbst schonmal erlebt,
wenn man zu Lohn und Arbeit strebt,
dann ist die Zeitarbeit schnell da,
"bei uns ist alles wunderbar!"
Zu Anfang erstmal der Vertrag ;
wer da was auszuhandeln wagt,
dem sagt man gleich, "das ist nicht drin....."
nun unterschreib, dort untenhin.

Sklavenhandel? Übertrieben?
Schliesslich sind sie stark geblieben.
Neun Jahre, mein Gedicht schon her....
es war gespickt mit Gegenwehr.
Als kleiner Mann ist nichts zu machen,
schreit nur einer, darf man lachen.
Schreien viele wird's prekär,
dann müssen die Juristen her;
und spiel'n mal so, mal so den Ball....
doch letztlich meist im Einzelfall.








Anmerkung: Ich kam heute durch Twitter darauf, für eines meiner Gedichte
von damals mal eine "moderne" Fortsetzung zu schreiben.
Denn ich habe dort heute meine 1. Version vom "Sklavenhandel" mal als
Tweet vorgestellt (bin gespannt ob sich was bewegt).
Leider ist mein lauter Aufschrei von damals relativ ungehört geblieben.
Letztendlich wird auch niemand die Zeitarbeit mehr abschaffen, solange noch
ein Markt dafür besteht. Trotzdem werde ich (und sicher auch ihr) nicht müde,
es immer weiter zu versuchen..... denn auch wenn durch Kritik sich ein großer
Erfolg nur selten einstellt ; Verbesserungen in Details (sei es nur eine gerechtere
Bezahlung) lassen sich hier und da mal erreichen.

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