Andreas Vierk

Alleinbleiben



 

Von Trauer ist die Einsamkeit durchzogen.
Sie können Ozean und Glücksrausch sein.
Ich tauche wie in eine Heimat ein,
und schon durchädern mich die schweren Wogen.

Die Menschen schmelzen fort wie Illusionen,
gleich Riffmuränen aus den Sternkorallen.
Sie wollen noch nach meinem Rücken krallen,
als wären sie verzuckernde Dämonen.

Ich bin schon fern in dunkelnden Atollen,
und singe meiner Seele Kantilenen
voll Weh, ein Chor von dunkelblauer Schwingung.

Und meine Sinne öffnen sich dem Rollen
aus Werden und Verfallen in den Venen.
Ich bin gebannt von Glück und Schmerzdurchdringung.


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.06.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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