Brigitte Waldner

Sonnenschein


Endlich scheint einmal die Sonne,
lange hielt sie sich versteckt
hinter Schnee- und Regenwolken;
heute hat sie mich geweckt.

Wolkenlos ist dieser Morgen,
ausgeblasen himmelblau,
Sommerwind hält sich verborgen,
frühe Luft ist direkt lau.

Leider duftet sie nach Abgas
von der nahen Autobahn,
das Bukett der zarten Blumen
kann dagegen gar nicht an.

Auf dem Feld fährt schon ein Traktor,
wendet frisch gemähtes Gras,
auf den Bergen schmilzt der Neuschnee,
rauscht im Fluss im Übermaß.

Herrlich ist nach Regenwochen
so ein warmer Junitag,
Unkraut wird nun rausgestochen,
das im Garten wuchern mag.

Später wird noch weit gegangen,
eine Stunde mit dem Hund,
um zum Friedhof zu gelangen
über Wald- und Wiesengrund

von dem Sonnenschein umschlossen,
im Gesang der Vogelschar.
Man begegnet Artgenossen,
dieser Tag wird wunderbar.

Wenn da nicht der Räuber wäre,
der schon auf sein Opfer lauert,
das bin ich, sein Herz begehre
alles, was er nie bedauert.

Während hoch vom klarsten Himmel
das Gestirn herunterlacht,
stiehlt der Nachbar-Räuberlümmel
Geld und Habe Tag und Nacht.

Niemand würde das erwarten,
och, die Leute sind korrupt,
tun, als würde nichts entarten,
selten wird ein Raub entpuppt.

© Brigitte Waldner

 

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