Gabriele Förster-Wöbke

Anleitung zum Reimen


(Nach der Melodie der Augsburger Puppenkiste:
„Eine Insel mit zwei Bergen“ - das Lummerlandlied)

 

Will der Reim partout nicht passen,
na, da macht man sich nichts draus.
Man könnt doch das Reimen lassen,
macht das Laptop einfach aus.

Nur, was macht man denn stattdessen?
Diese Frage stellt sich dann.
Vielleicht kocht man 'was zum Essen,
wie 's im Fernsehen jeder kann.

La la la la, la la la la, …

Man könnt' Sätze schön verdrehen,
irgendwie, dann passt das schon.
Soll der Reim am Ende stehen,
wird der Satzbau schnell zum Hohn.

Und so steht dann auch mal hinten,
was sonst vorne hört gehin.
Reime gibt 's auch mal mit Kinken,
manchmal fehlt auch ganz der Sinn.

La la la la, la la la la, …

Steht der Spaß an erster Stelle,
bei dem Schreiber wohlgemerkt,
schlägt der Leser keine Welle,
weil er dieses Werk nicht ehrt.

Fühlt der Leser sich auch schlauer,
weil er merkt: „Das ist doch schief.“
Trotzdem liegt er auf der Lauer,
guckend was hier denn so lief.

La la la la, la la la la, …

Ist der Reim dann endlich fertig,
ob gelungen oder nicht,
ist der Kopf manchmal zerbrochen.
Doch das zählt nicht zu Gewicht.

Wie beim Schreiber, so beim Leser,
wird der Reim dennoch gerockt.
Frühling gibt 's auch an der Weser.
Das Gehirn, es wurd' gejoggt.

La la la la, la la la la, …

(© 2019 Gabriele Förster-Wöbke)

Das Original-Lied der Augsburger Puppenkiste gibt es auf YouTube:

„Das Lummerlandlied (Lang-Version) - Augsburger Puppenkiste - Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“
Gabriele Förster-Wöbke, Anmerkung zum Gedicht

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