Heidi Schmitt-Lermann

KINDER VON GESTERN UND HEUTE

In den Fünfzigern fanden Kinder
immer die Möglichkeit zu spielen.
Ob als Schüler, ob als Pfadfinder,
Wettspiele ließen sich erzielen.

 

Sie waren durchaus erfinderisch,
klettern, turnen, basteln, schnitzen.
Bewegungsfroh und genießerisch,
im Spiel die Gemüter zu erhitzen.

 

Verstecken, fangen, Reifen treiben
aus alten Autos, was für ein Spaß.
Eistüten kalt, sich einzuverleiben
für zehn Pfennig, wie gut tat das.

 

Auf kleinen Herden Kuchen backen.
Der Bruder hat sie mit Bonbons belegt.
Riss aus den Zähnen manchen Zacken.
Doch zünftig hat`s unser Spiel belebt.

 

Heute starren sie auf ihr Smartphon.
Die neue Zeit hat keine Spiele mehr.
Ein Leben unter stetem Starkstrom
macht die Kinder intermediär.

 

Bild zum Gedicht KINDER VON GESTERN UND HEUTE

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