Heidi Schmitt-Lermann

TIER-PUPILLEN

Tiere spielen gerne miteinander,
egal, ob es Tag ist oder Nacht.
Pferde, Vögel, auch Salamander
zusammen ist, was Stimmung macht.

 

Viele Tiere leben in Herden.
Das gibt ein Gefühl von Sicherheit.
Man sieht es gut auch bei den Pferden.
Doch zur Flucht sind ständig sie bereit.

 

Sie haben rechteckige Pupillen,
so wie auch Kühe, Schafe, Ziegen.
Opfertiere, dem Jäger zu Willen,
die Furcht und Schrecken unterliegen.

 

Pflanzenfresser haben diese Augen,
Pupillen, als rechteckigen Schlitz.
Sichtfelder, die für`s Panorama taugen.
Bei Gefahr rennen sie, wie der Blitz.

 

Der kleine Jäger hat sie horizontal
oder wie beim Tiger sind sie rund.
Der Mensch ja auch, drum hat der mal,
zum Mitgefühl, wohl allen Grund.

 

© Heidi Schmitt-Lermann

 

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Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
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