Horst Fleitmann

Stau

Den Tag auf den Du lange wartest,
an dem die Urlaubsfahrt Du startest,
vermasselt Dir die Bundesbahn,
hier staut es sich..., ein Streik begann.

Du bleibst Daheim machst es Dir schön
willst, ohne Kind, zum Shopping geh‘n,
doch auch der Hort wird grad bestreikt.
nicht viel, was jetzt noch übrig bleibt.

Der Plan, im Park spazier‘n zu geh‘n,
weil‘s Wetter grad so herrlich schön,
gerät zur Farce, denn immer dann
fängts ganz bestimmt zu rengen an.

Du packst Dir Kind und Kegel ein,
fährst mit Trara ins Grüne rein,
doch grade auf der Autobahn
steckst Du im großen Stau... Und dann?

Dann fährst Du, nach dem Stau, nach Haus.
Mit guter Laune ist‘s fast aus.
Schaust nun genervt in Dein TV
doch das Programm ist jetzt...? ... Genau!

Im Bett beginnst Du‘s Schafezählen
um Dich so in den Schlaf zu quälen.
Erst morgens spät, so kurz nach Drei,
schläfst ein Du, bis die Nacht vorbei..

Gerädert stehst Du wieder auf,
der neue Tag nimmt seinen Lauf,
Du planst ihn Stund‘ für Stund‘ ... für Lau*
denn gleich stehst Du erneut.... im Stau.

© Horst Fleitmann 2019

*umsonst

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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