Markus Hoppe

Uroborus

In den roten Lehm taucht der Uroboros
Gräbt sich fort, tief in den Leib
Lässt den Schwanz aus seinen Zähnen gleiten
Und treibt in Vergessenheit

Unter diesen weichen Schichten stiller Erde
Schlägt ein tief verletztes Herz
Doch der Blick des Basilisken, stumpf pulsierend
Lähmt und bindet diesen Schmerz

Stürme jauchzen, stöhnen wilde Lieder
Flüssigkeiten tauschen einen Kuss
Traurig ist dass jedes ihrer Kinder
Vor dem Morgen noch vergehen muss

Und das Untier sucht den heißen Kern der Tiefe
Sucht zu retten was es fand
Seine Schuppen reiben an den feuchten Wänden
Blut entspringt wo es sich wand

In dem Blut ertrinken leise Schreie
Und sie reißen selbstlos alles mit,
Was die beiden sich von sich erhofften
Doch sie tanzen weiter Schritt für Schritt

Und die Adern ihres zarten Körpers
Winden sich ganz willenlos
Vor den hoffnungsvollen Schlägen
Sucht er Schutz in ihrem Schoß

Beide treiben aneinander,
Ineinander, miteinander fort
Wo sie enden und sich wieder finden
Herrscht ein kaltes, distanziertes Wort

Schließlich müssen sie aus sich auftauchen
Und die Schlange beißt sich in den Schwanz
Denn so sehr sie auch vergessen wollen
Nie vergessen sie sich ganz

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